1000 Fragen an mich selbst

1000 Fragen an mich selbst – Wer bin ich und wenn ja, weshalb und warum…

Johanna von PINKEPANK hat mich zu einer neuen, kleinen Reihe inspiriert. In einer der vergangenen Flow Ausgaben, meine Lieblingszeitschrift, gab es als Beilage ein Heftchen mit dem Thema „1000 Fragen an mich selbst“. Damals habe ich dem Ganzen wenig Beachtung geschenkt, denn ich kann mich schlicht und ergreifend nicht mehr an diese Beilage erinnern. Was mich sehr wundert, da ich für solche Themen doch sehr anfällig bin. Da ich mich nicht nur seit Kurzem mit dem Thema „Wer bin ich eigentlich“ beschäftige, sondern seit ungefähr 3 Monaten sehr ausgeprägt, hat mich der Post von Johanna dazu animiert, bei ihrem Projekt mitzumachen und mich auch diesen Fragen zu stellen. Es gibt doch kein spannenderes Thema, als sich selbst, oder nicht?

Unterschiedliche Rollen bestimmen das Leben

Durch die vielen Rollen, die ich in meinem Leben mittlerweile habe, Mama, Partnerin, Tochter, Schwester, Freundin, Arbeitnehmerin, fällt es mir manchmal schwer zu sagen, wer die eigentliche Melanie dahinter ist. Natürlich steckt in jeder Rolle ein wenig und mehr von mir selbst. Doch wer bin ich, wenn diese ganzen Rollen nicht wären? Bin ich ausschließlich Mama? Nein! Ich bin Mama mit Herz und Seele, aber da ist doch auch noch ein anderer Mensch versteckt. Dem gehe ich seit längerer Zeit auf den Grund. In der Hoffnung ihn bald komplett gefunden zu haben und ihm mehr Freiraum in meinem Leben zu geben. Nicht, dass ich unglücklich bin, keineswegs. Jedoch merke ich immer öfter, dass da etwas in mir schlummert, was Beachtung bekommen möchte. Und ich denke mit 34 Jahren ist es dann auch mal an der Zeit, den Tiger in mir freizulassen…

Weniger müssen, mehr wollen

Ein ganz großer Punkt, den ich mittlerweile schon für mich identifiziert habe ist, dass ich zukünftig weniger von den Zwängen Anderer bestimmt werden möchte, mehr einfach nur das machen was ich will. Natürlich geht das nicht ausschließlich, bei mir geht da aber noch viel viel mehr. Ich mache sehr vieles, weil andere es von mir erwarten und somit bei mir der Zwang entsteht, es tun zu müssen. Ich möchte das nicht mehr, es tut mir nicht gut, ist absolut kräfteraubend und null ich selbst. Wie kann man denn sich selber sein, wenn man immer nur das macht, was andere wollen? Dieser und anderen Fragen werde ich in diesem Jahr nachgehen.

1000 Fragen an mich selbst

 

Aber jetzt zum ersten Teil der 1000 Fragen an mich selbst.
  1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? Gestern. Meinen Sohnemann nur in Strumpfhose in die Kita gehen lassen.
  2. Mit wem verstehst du dich am besten? Klingt blöd, ist aber so: Mit mir selbst!
  3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? Grübeln, grübeln und nochmals grübeln.
  4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Die von Bastian Pastewka und Gernot Hassknecht.
  5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Nein, eigentlich nicht. Im Moment ist es tatsächlich aber oft schwer zu erklären, warum ich gerade weine. Die Hormone und so.
  6. Woraus besteht dein Frühstück? Unter der Woche aus Kaffee und Haferflocken mit Joghurt oder Milch und Früchten. Am Wochenende aus Kaffee und Brötchen mit Wurst, Käse, Marmelade und Ei.
  7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Meinem Junior heute morgen beim Aufstehen.
  8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? Vermutlich in unserem gutmütigen Wahnsinn, es jedem Recht machen zu wollen.
  9. Was machst du morgens als erstes? Aufs Klo gehen.
  10. Kannst du gut vorlesen? Ich würde es gerne noch besser können.
  11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? Gute Frage, ich denke bis zum Schuleintritt, also 6.
  12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? Eine Kitchen Aid. Aber vermutlich wird das nie passieren, da der Preis einfach abnormal ist.
  13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Geduld.
  14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Mein absoluter Favorit ist Gilmore Girls.
  15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Im Sommer 2017 im Legoland Günzburg.
  16. Wie alt möchtest du gerne werden? So alt, dass ich meine Enkel kennenlernen darf, wenn ich denn welche bekommen sollte. Also ganz alt!
  17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? Pensacola USA 1999. Da habe ich mit 16 Jahren meinen Freund (er darf sich auch jetzt noch so nennen) für 2 Monate besucht und es war die geilste Zeit meines Lebens.
  18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? So als ob einem jemand das Herz aus der Brust reißt. Kein Boden mehr unter den Füßen, eine vollkommene innere Leere.
  19. Hättest du lieber einen anderen Namen? Früher ja, jetzt nicht mehr.
  20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Die Frage sollte heißen, bei welcher Gelegenheit hast du nicht an dir gezweifelt.
  21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken? Leider ja, viel zu oft. Aber daran arbeiten wir ja jetzt!
  22. Welche Tageszeit magst du am liebsten? Keine Ahnung, alle?
  23. Kannst du gut kochen? Kommt darauf an, wen man fragt. Aber ich denke schon, zumindest mache ich es jeden Tag.
  24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten? Ich wäre gerne der Sommer, bin aber vermutlich mehr der Herbst.
  25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht? Noch nie, zumindest nicht, dass ich mich daran erinnern kann.
  26. Warst du ein glückliches Kind? Ja.
  27. Kaufst du oft Blumen? Ja. Blumen heben einfach immer die Stimmung.
  28. Welchen Traum hast du? Eines Tages meinen eigenen Buchladen mit gemütlichem Café eröffnen.
  29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt? 5
  30. Welches Laster hast du? Gibt es eine Begrenzung? 😉 Kaffee, Schokolade, Ungeduld, zu viel negatives Kopfkino…
  31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen? Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn.
  32. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst? War eben das Ergebnis des letzten Friseurbesuchs.
  33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig? Schuldig
  34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto? Kein Kommentar
  35. In welchen Laden gehst du gern? Buchladen, egal welcher.
  36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe? Früher Bacardi-Cola. Heute nichts mehr, da ich mich gar nicht erinnern kann, wann ich das letzte Mal in einer Kneipe war.
  37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen? Nein, nicht immer.
  38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit? Antwort siehe Frage 28.
  39. Willst du immer gewinnen? Nein.
  40. Gehst du in die Kirche? Nur zu Hochzeiten oder Beerdigungen.
1000 Fragen an mich selbst in 5, 10, 25 Jahren?

Was mich mit am allermeisten an diesem Projekt fasziniert ist die Frage, wie ich diese Fragen wohl in 5, 10 oder 25 Jahren beantworten werde? Ich bin mir sicher, dass die wenigsten Fragen die selbe Antwort erhalten werden. Letztendlich können wir uns auch nie endgültig finden, da wir uns täglich verändern. Natürlich bleibt unser Kern, das Wesen bestehen. Aber alles andere wird sich immer wieder verändern, an die Lebensumstände anpassen, aus dem Leben lernen und anders werden. Das Leben ist schließlich kein Stillleben, sondern ein reißender Fluss. Und ist nicht genau das, eigentlich das Spannende? Sich immer wieder neu zu entdecken, was das Leben aus einem gemacht hat, was wir aus unserem Leben gemacht haben. Denn wenn nicht wir, wer bestimmt unser Leben?

vor 2 Wochen

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