Kann mir jemand helfen? Ich habe meine Motivation verloren

Kennt ihr das auch: Ihr habt tausend Dinge im Kopf, hundert Ideen. Gute Ideen, die man nicht einfach so liegen lassen kann in dem Gehirnwirrwarr. Und doch fehlt da letztendlich eine Kleinigkeit, um diese tollen Ideen in die Tat umzusetzen: Motivation. Tatsächlich fehlt es mir im Moment nicht an Zeit, davon habe ich gerade einige. Umso schlimmer, dass meine Motivation irgendwann, irgendwohin die Biege gemacht hat. Mein genialer Freund hatte dann die grandiose Idee, doch einfach darüber zu schreiben. Über die fehlende Motivation zum Schreiben und auch um andere Dinge zu tun. Und tatsächlich hat sich da ein wenig Restmotivation in den Tiefen meines Ichs hervorgetan und nun sitze ich hier!

Warum scheitern wir so oft an der Motivation

Ich für meinen Teil habe festgestellt, dass ich meistens dann keine Motivation habe, wenn ich mir tausend Sachen in den Kopf gesetzt habe. Ich muss noch dies, wollte noch das, ach ja und jenes sollte heute auch noch gemacht werden. Mit solchen Gedanken steige ich manchmal morgens schon aus dem Bett. Eigentlich könnte ich dann auch direkt liegen bleiben, da ich an solchen Tagen oft sowieso nicht viel zu Stande bekomme. Ich setze mich selber so unter Druck, zu viele Dinge in zu kurzer Zeit machen zu wollen, dass meine Motivation sich genau das denkt: Ich bleib einfach im Bett, bringt heute ja sowieso nichts.

Der Duden beschriebt die Bedeutung des Wortes Motivation folgendermaßen:

  • (Psychologie, Pädagogik) Gesamtheit der Beweggründe, Einflüsse, die eine Entscheidung, Handlung o. Ä. beeinflussen, zu einer Handlungsweise anregen
  • (Sprachwissenschaft) das Motiviertsein

Siehe da, für Punkt 1 habe ich ja schon etwas gefunden, warum es am Ende nicht funktionieren kann. Wenn man sich selbst mit zu vielem unter Druck setzt, kann keine Motivation enstehen. Besser ist es, sich auf eine Sache zu konzentrieren, dann klappt es bestimmt auch besser mit der Motivation.

Ich finde man sieht Menschen ganz klar an, wenn sie keinen Bock haben. Der Blick ist müde, die Handlungen langsam, ja man könnte manchmal fast meinen, die Welt geht demnächst unter. Ich kenne das ja selbst. Anstatt nun vor dem Rechner zu sitzen und zu schreiben oder jeden Tag 30 Minuten spazieren zu gehen, wie ich es mir vorgenommen habe, hänge ich vor dem Fernseher ab und schaue irgendwelche Serien, die mir sowieso nicht gefallen. Nicht mal zum Lesen kann ich mich dann aufraffen. Man fühlt sich absolut mies, kann aber in dem Moment nichts dagegen tun. Und falls ihr am Ende meines Beitrags auf einen mega Tipp hofft, wie man diesen Zustand kalt machen kann, muss ich euch leider enttäuschen. Den habe ich auch noch nicht gefunden. (Ich hoffe aber trotzdem, dass ihr noch bis zum Ende lest!)

An solchen Tagen ergebe ich mich meist meinem Schicksal und vegetiere vor mich hin. Aber nur mit dem festen Vorhaben im Kopf, dass der nächste Tag anders wird, komme was wolle. Und das klappt tatsächlich oft. Dabei hilft mir dann, dass ich meine Vorhaben abends um mindestens auf die Hälfte reduziere. Oder, was auch manchmal passiert, ich zwinge mich etwas zu tun oder lasse mich nerven, so lange bis ich es tue. Wie jetzt, eine Mischung aus Zwang und Rat von Außen. Und im Moment bin ich doch ganz froh darum!

Den inneren Schweinehund besiegen

Wo mir tatsächlich fast immer die Motivation fehlt ist Sport. Obwohl ich weiß, dass ich es gern mache und es mir vor allem verdammt gut tun, siegt meistens der blöde Schweinehund. Hier habe ich für mich entdeckt, dass wenn ich mich zum Sport verabrede bzw. jemand finde, der ihn gemeinsam mit mir macht, es viel besser klappt. Da ist dann die Hürde „Absagen ohne Grund“ oft doch zu hoch. Blöd wird es nur, wenn der andere genauso tickt wie man selbst, dann kann man sich doch leicht gegenseitig im Weg stehen.

Jedenfalls, um dem Beitrag nun ein Ende zu geben: Wer richtig gute Tipps für mich hat, immer her damit. Ich finde nämlich solche Motivationslosen-Tage sind meist reine Zeitverschwendung. Und das nervt mich, deshalb würde ich schon ganz gerne was dagegen tun, wenn das geht?

2 Kommentare

  1. Der Beitrag hätte auch von mir sein können (gesendet von der Netflix-Couch) 😉
    Die größte Motivationsbremse hast Du schon selbst erkannt: Alles auf einmal tun zu wollen. Jedes „Päkchen“ wird fein säuberlich aufeinandergestapelt und ergibt am Ende eine schicke, große, unüberwindbare Wand. Also einreißen und ein Päkchen nach dem anderen. Und, je nachdem, was bei Dir überwiegt: „Ewige Liste“ zum Abhaken (ich bin Abhaken-Fan) oder eben bloß keine Liste (siehe Wand).

    Was mir in solchen Fällen gut hilft: Die Möhre an der Angel. Gut, bei Dir also die Kirsche an der Angel.

    Wandern? Aber nur, wenn ich oben mein Weißbier bekomme.
    Radfahren? Aber nur, wenn wir vor Ort ’nen Wurstsalat essen.
    Großputz? Aber nur, wenn wir danach noch ein Eis essen gehen.

    Das hilft in kleinen Schritten.

    Zum Abschluss noch: Nicht immer ist Motivation erstrebenswert. „Go with the flow“, auch wenn es ml nur plätschert.

    Grüßle

    Der Uzi

    • Sehr schöner Kommentar, lieber Uzi.
      Danke für den Tipp, du hast echt Recht: Mit einer Belohnung am Ende klappt meistens alles viel besser.
      Zumindest habe ich heute morgen schon einen Spaziergang gemacht, mit dem Wissen, mir danach ein leckeres Frühstück zu gönnen. Hat gut funktioniert 😉

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