Ode ans Selbermachen und
warum wir es viel zu selten tun

Die letzten Tage habe ich tatsächlich oft darüber nachgedacht, über was ich meinen nächsten Beitrag schreiben möchte und ob es vielleicht etwas gibt, woraus ich eine kleine Serie machen kann. Die Idee kam mir dann weniger beim Nachdenken, mehr beim Machen und zwar genauer gesagt, beim Marmelade machen. Das Thema Do it yourself ist ja in aller Munde. Wenn ich aber einfach mal nicht den „modischen“ Begriff verwende, sondern den altbekannten Deutschen, hört es sich schon wieder weniger spektakulär an: Selbermachen! Aber genau darum wird es absofort einmal im Monat gehen. Jeden Monat gebe ich euch eine andere Idee an die Hand, die ihr ganz einfach selbst umsetzen könnt. Angefangen mit „Marmelade selber machen“.

Warum ist mir das Thema so wichtig?

In der heutigen Zeit streben viel oft nach mehr, sind auf der Suche nach etwas oder einfach auch nicht ganz im Reinen und zufrieden mit sich selbst. Wir suchen nach Methoden oder Dingen, die uns dabei helfen, ans Ziel zu kommen, welches das auch immer ist. Oft ist es schwierig, in so einer schnelllebigen Welt wie der Heutigen, innerlich ruhig zu bleiben. Oft fühlen wir uns rastlos. Die Suche nach dem Sinn, nach uns Selbst, ist für viele ein großes Thema. Es gibt Bücher, Seminare, Selbsthilfegruppen, Sportkurse, Coaches, alles was man sich vorstellen kann. Doch manchmal liegt das, was man sucht, direkt vor einem. Manchmal braucht es gar nicht viel, um sich wieder gut zu fühlen. Ein Stück näher bei sich selbst.

Selbermachen ist Theorie und Praxis in Einem

Etwas selbst zu machen, kann viel bewirken:

  • Man schenkt sich selbst ein wenig Zeit. Gerade heutzutage ist Zeit ein so kostbares Gut und dieses kostbare Gut verschenken wir ganz oft an Andere und vergessen dabei uns selbst.
  • Man hat am Ende ein Ergebnis. Vielleicht nicht immer perfekt, aber immer mit dem Wissen, es ganz alleine gemacht zu haben.
  • Man kann sich daran erfreuen und erhält eine unglaubliche Befriedigung. Sei es ein Kuchen oder eben Marmelade. Wenn wir sie essen, mit dem Wissen sie selbst gemacht zu haben, schmeckt sie gleich viel besser. Das versetzt uns in einen Glückszustand.
  • Man kann Sachen nach seinem eigenen Geschmack machen. Wenn man etwas selbst näht, als Beispiel, können wir uns den Stoff und den Schnitt ganz nach unseren Wünschen zusammenstellen und müssen nicht damit leben, dass es uns vielleicht nicht 100pro gefällt.
  • Man kann etwas für die Umwelt tun und nachhaltiger leben. Wenn wir beispielsweise Dinge, die wir wegwerfen würden, als Grundlage für etwas neues verwenden. Oder wir uns einen kleinen Gemüsegarten anlegen.
  • Am Ende kann man, wenn es gut läuft, sogar Geld sparen. Natürlich darf man für diese Berechnung die Zeit nicht als Faktor nehmen, sonst geht sie am Ende nicht auf. Aber Zeit ist beim Selbermachen ja auch genau das, was man sich selbst schenkt und nicht investiert.
  • Zu guter Letzt kann man Anderen durch Selbergemachtes doch fast immer eine Freude mache. Und was gibt es Schöneres, nicht nur sich selbst, sondern auch Anderen eine Freude machen zu. Pures Glück.

Wen ich jetzt noch nicht komplett überzeugen konnte, dass Selbermachen etwas absolut sinnvolles und spaßbringendes ist, der muss sich einfach mal fragen, was es ihn kosten würde, es einfach mal auszuprobieren? Etwas wirklich ganz einfaches für den Start ist meine heutige Idee für euch. Also nehmt euch die 30 Minuten Zeit für euch selbst. Ihr werdet sehen, dass ich Recht habe und man sich so viel besser fühlt, wenn man nach getaner Arbeit seiner Nachbarin ein Glas frische Erdbeermarmelade bringt. Das Strahlen im Gesicht der Nachbarin und die lieben Worte sind einfach nur schön. Und wenn der noch warme Erdbeermarmeladentoast auf der Zunge vergeht, spätestens dann ist man absolut glücklich.

Marmelade selber machen

Was ihr braucht:

  • 5 Marmeladengläser mit Schraubverschluss (Fassungsvermögen 250 Gramm)
  • 750 Gramm frische Erdbeeren
  • 250 Gramm Gelierzucker 3:1

Wie es geht:

Zur Vorbereitung müsst ihr die Gläser und die Deckel mit kochendem Wasser ausspülen und dann auf dem Kopf stehend austropfen lassen. Anschließend wascht ihr die Erdbeeren und befreit sie vom Strunk. Nun die Erdbeeren in einen Topf geben. Dieser muss so groß sein, dass er durch die Erdbeeren nur zur Hälfte gefüllt ist. Sonst spritzt euch nachher alles aus dem Topf, tut weh und macht Dreck. ErdbeermarmeladeNun werden die Erdbeeren püriert. Wer gerne Stückchen in seiner Marmelade hat, püriert grob. Wer es ganz zart mag, püriert sehr fein. Jeder nach seinem Geschmack. Nun kommt der Gelierzucker zum Erdbeerpüre, um das Ganze zu Kochen. Ab dem Zeitpunk, ab dem das Gemischt kocht,  fängt die „richtige“ Kochzeit. Unter ständigem Rühren kocht man das Ganze nun 4 Minuten. Am Besten stellt ihr euch die Eieruhr, damit ihr die exakte Zeit habt. Abschließend füllt ihr die noch flüssige Maße in die bereitstehenden Gläser. Sofort mit dem Deckel verschließen und auf den Kopf stellen. So bleiben sie nun 5 Minuten stehen.

Fertig ist die selbstgemachte Erdbeermarmelade!

Erdbeermarmelade

Wer möchte kann nun noch kleine Schildchen basteln oder einfach nur einen Aufkleber beschriften und auf das Glas kleben.

Natürlich kann man die Erdbeeren beliebig durch anderes Obst ersetzen, mehrere Obstsorten verwenden oder durch Gewürze verfeinern. Da ist dem Geschmack keine Grenze gesetzt. Immer nur auf das Mischverhältnis achten!

Und wie fühlt ihr euch nun? Habt ihr eure Marmelade schon probiert oder einem Freund geschenkt?

2 Kommentare

  1. Mit einem Fitzelchen Bio-Limetten-Abrieb und ein paar Blättern fein geschnittener Minze wird es noch raffinierter 😉

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