Vegane Ernährung bei Kindern, das geht mal gar nicht

Aus aktuellem Anlass möchte ich dieses Thema gerne aufgreifen. Auch wenn es für mich völlig logisch erscheint, gilt das wohl nicht für alle Eltern auf dieser Welt. Umso wichtiger ist es, dass wir alle darüber sprechen und aufklären. Damit es nicht nochmal vorkommt, dass ein Baby an Unterernährung sterben muss, weil die Eltern einfach nur doof sind (sorry für die harte Wortwahl, aber solche Themen erfordern drastische Maßnahmen). Damit Eltern endlich einsehen, dass die Ernährung eines Babys und eines Kleinkindes nicht auf ausgewählte Lebensmittel reduziert werden darf, außer die Gesundheit erfordert es. Und diese erfordert es nur, wenn es auch wirklich ärztlich abgeklärt wurde. Vegane Ernährung und „Superfoods“ sind für Erwachsene vielleicht gut, aber nicht für Kinder, für kein einziges Kind. Man kann und darf ein Kind nicht nur von den sogenannten „Superfoods“ ernähren. Was dann passiert, konnte wir nun leider in Belgien sehen. Und ja, ich liebe auch meinen Chai-Samen in meinem Joghurt. Ich bin aber auch ein erwachsender Mensch, dessen Körper nicht noch wachsen muss.

Beim Stöbern im Netz zu diesem Thema bin ich auf folgende Aussage einer Mama gestoßen: „Mein Sohn hat aus seinen 2 Monaten Kindergarten abgesehen von einem Stück angeknabberter Salami (er ist strikter Veganer)…. Weiter werde ich nicht zitieren, denn wir sind schon beim Punkt angekommen. Mich hat es fast aus dem Bett gehauen. Nicht wegen der Aussage vor der Klammer, nein wegen der Aussage in der Klammer. Strikter Veganer.  Mit was, 3 Jahren? Wie kann ein Kind denn bitte mit 3 oder 4 Jahren schon entscheiden, ob er Veganer sein möchte????

Vegane Ernährung bei Kindern führt zu Unterversorgung

Diese Aussage und weitere ähnliche Aussagen findet man viele, hört man noch viel zu oft. Meine Meinung zu diesem Thema war schon immer klar und eindeutig: Niemals würde ich mein Kind vegan aufwachsen lassen. Das ist viel zu gefährlich für die Gesundheit meines Kindes. Mein Kind soll selbst entscheiden, was es essen möchte und nicht meine Vorlieben beim Essen übergestülpt bekommen. Ich finde es grob fahrlässig und unverantwortlich seine Kinder dem Risiko einer Unterversorgung und im schlimmsten Fall einer Unterernährung auszusetzen. Schließlich haben wir hier die Möglichkeit, unseren Kindern die Ernährung zu bieten, die sie brauchen. Schlimm genug, dass so viele Babys und Kinder auf der ganzen Welt verhungern müssen, da es einfach zu wenig Nahrung gibt.

Meine Recherchen haben meine Meinung eindeutig bestätigt. Von allen Seiten werden mittlerweile Wahrungen ausgesprochen: Der Ernährungsminister der Bundesregierung warnt davor, Kinder vegan zu ernähren. Auch für Jugendliche sei das „auf keinen Fall geeignet“, sagt Christian Schmidt (CSU). Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät dringend davon ab, auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte ist dagegen.

Eine vegane Ernährung führt zu einer Unterversorgung mit dem in Fisch und Fleisch vorkommenden Vitamin B12. Das Ganze kann zu schwerwiegenden neurologischen Schäden führen. In unterschiedlichen Artikel in der „Welt“ oder dem „Spiegel“, habe ich von einem 2-jährigen Jungen gelesen, der mit Hirnblutungen und Atemnot ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Groß- und Kleinhirn waren geschrumpft, der Junge litt an Blutarmut. Wie sich herausgestellt hatte nur deswegen, weil seine Mutter ihn ein Jahr lang nur gestillt hatte und sie sich während dieser Zeit rein vegan ernährte. Daraus entstand ein schwerer Mangel an Vitamin-B12 und daraus folgend Langzeitschäden am Hirn.

Leute, mal ehrlich!

Wenn ich sowas lese, dann könnte ich kotzen. Jeder erwachsene Mensch kann mit seinem Leben machen was er will, so lange er andere nicht gefährdet. Aber Kinder bewusst einer Mangelernährung auszusetzen, die schwerwiegende gesundheitliche Folgen hat, Kinder sich nicht dagegen wehren können und mit den Folgen ganz alleine leben müssen, da hört es bei mir auf, aber gewaltig. Das geht einfach gar nicht!!!!

Kinder sollten gerade in jungen Jahren genau das von ihren Eltern bekommen was sie brauchen, um groß und stark zu werden. Und zwar so, dass sie gesund dabei bleiben. Das ist die Pflicht von Eltern und alles andere ist eine Vernachlässigung genau dieser. Leider kann man diesen Eltern nicht klar machen, welch einer Gefahr sie ihr Kind aussetzen. Sie fühlen sich angegriffen, nicht verstanden und völlig im Recht. Aber Leute, schaltet doch mal euer Hirn ein. Warum sollte sowas gut für eure Kinder sein, wenn alle, aber wirklich auch alle, die ein wenig Ahnung von der ganzen Sache haben, davon abraten? Kann es vielleicht also sein, dass etwas Wahres an der Sache dran ist und man seine Einstellung vielleicht nochmals überdenken sollte?

Könnt ihr euren Egoismus einfach mal ablegen und an eure Kinder denken?

Gerade Eltern die ihre Kinder vegan erziehen, betonen immer wieder, wie wichtig die Kinder ihnen sind, wollen sie so lange als möglich daheim betreuen und nur das Beste für sie. „Ich will Kinder und ich will sie für mich.“ Noch so eine Aussage, die ich gelesen habe.

Kinder sind nicht unser Eigentum

Unsere Aufgabe als Eltern ist es, unseren Kindern den besten Start ins Leben zu geben, den sie bekommen können. Wir müssen sie beschützen und erziehen, aber nicht komplett und nicht alleine. Es ist wichtig für Kinder, sie selbst sein zu dürfen, selbst entscheiden zu dürfen was sie wollen und was nicht.

Manchmal muss man einfach seine eigenen Überzeugungen hinten anstellen, damit man das Richtige für sein Kind tut. Veganismus ist eine Überzeugung, nicht mehr und nicht weniger. Jeder Mensch hat seine Überzeugungen und trifft diese Entscheidungen für sich selbst. Und genau dabei sollte es auch bleiben. Kinder sind auch Menschen, noch Kleine, aber trotzdem Menschen. Wenn die Kinder später selbst entscheiden, dass sie das auch wollen, okay. Sie sollten von Eltern aber dann auch nicht an den Pranger gestellt werden, wenn Milch, Eier und Fleisch später doch auf dem Tisch stehen.

Also bitte liebe Leute, redet über dieses Thema, klärt Unwissende auf und steht nicht still daneben, wenn ihr sowas im Umfeld mitbekommt. Denn genau bei sowas sollte man sich einmischen, nein man muss es sogar! Dem Wohl der Kinder zu Liebe.

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