Wie es hier so geht… Update zum Dickbauch und zum Leben

Ich habe mir so viel vorgenommen für die vergangenen und auch die nächsten Wochen und Monate. Jedoch, wer sollte es eigentlich besser wissen als ich selbst, kommt es immer anders als man denkt. Ich befinde mich seit heute in der 28. Woche, somit im 7. Monat und 3. Trimester. Kaum zu glauben. Wenn man schwanger ist scheint die Zeit noch mehr zu rasen.

Versprechen brechen

Angekündigt habe ich, dass ich hier niemand mit meinen Wehwehchen belästige. Kommen wird es anders. Um euch ein Update zu geben, muss ich leider auch von den Solchen berichten. Ohne diese geht es seit ein paar Wochen leider nicht mehr. Davon mal abgesehen, dass ich schon seit 5 Wochen so aussehe, als ob ich bald gebäre, der nette alte Mann im Getränkeladen hatte mich kurz vor Weihnachten gefragt, ob es wohl ein Christkind wird, fühle ich mich auch schon lange so. Mir ist sehr bewusst, dass ich noch 3 Monate vor mir habe. Auf der einen Seite bin ich sehr froh drum, auf der Anderen weiß ich nicht, wo das Ganze noch hinführen soll. Ich fühle mich jetzt schon so, wie bei Junior zwei Wochen vor dem Termin. Meine Füße kann ich schon lange nicht mehr sehen, nur erahnen wenn sie mal wieder schmerzen. Meinen Rücken kann ich logischerweise auch nicht sehen, außer im Spiegel, er bringt mich aber jeden Tag aufs Neue um. Das Sodbrennen ist jetzt schon so stark, dass ein paar Rennie am Tag auch nichts mehr helfen. Nachdem ich 5 Treppenstufen gestiegen bin werde ich regelmäßig gefragt, ob ich gerade vom Sport komme und von meiner nächtlichen Schlaflosigkeit und den ganzen Übungswehen fange ich erst gar nicht an…

Schluss jetzt

So viel also zu den Wehwehchen. Diese sind auch der Grund, weshalb ich leider nicht mehr so viel auf die Reihe bekomme, wie ich eigentlich möchte. Der normale Alltag ist für meinen Kräftehaushalt meist schon komplett ausreichend. Da ist es abends nicht mal mehr drin, mich an den Rechner zu setzen und zu schreiben. Deshalb geht hier gerade, oder auch schon eine Weile, so wenig ab. Mittlerweile habe ich mich damit angefreundet, kann es ja sowieso nicht ändern. Ich konzentriere mich im Moment voll und ganz auf meine Schwangerschaft, Junior und das zweite Baby. Alle oder alles was zu kurz kommt, muss einfach warten bis ich wieder komplett lebensfähig und fit bin.

Versteht mich nicht falsch

Ich bin gerne schwanger. Schon alleine aus dem Grund, dass ich weiß, mit was man für die ganzen Strapazen belohnt wird. Ich bewundere Frauen, die von einer Schwangerschaft nur schwärmen und keinerlei Wehwehchen haben. Soll es wohl geben. Meine erste Schwangerschaft war auch wesentlich lockerer als die Zweite. Wahrscheinlich ist das auch mit das Problem. Dass ich immer wieder vergleiche. Aber natürlich ist nicht jede Schwangerschaft wie die Andere. Längere Zeit haben wir gewartet bis der Test endlich positiv war. Die ersten Wochen gebangt und voller Angst, dass alles gut geht. Somit sollte es jetzt ein leichtes sein, die Schwangerschaft zu meistern. Jaein. Wenn nicht mehr du dein Leben komplett selbst bestimmen kannst, sondern sehr viele Hormone im Spiel sind, macht es die Situation oft nicht einfacher. Viele sagen die Schwangerschaft steht mir gut, ich strahle richtig. Ich allerdings sehe oft nur ein schneeweißes Gesicht im Spiegel, dass den Tränen nahe ist. Ja, das ist auch die Wahrheit.

Richtig ist aber auch,

dass ich jeden Tritt meines kleinen Baubewohners als das pure Glück empfinde. Ach ja, stimmt. Habe ich ja noch gar nicht erwähnt: Ich bin eine Jungsmama, durch und durch. Auch wenn ich bis zum ersehnten Ultraschall damit gerechnet habe, dass es ein Mädchen wird. Falsch gedacht… Junior bekommt einen Junior. Auch wenn er mir oft nachplappert, wenn ich von seinem Bruder erzähle, weiß ich, dass er mit seinen 2 Jahren noch nicht mal annähernd begreift, was ein Bruder ist. Der Bruder jedenfalls ist schon sehr lange aktiv. Seit ungefähr 11 Wochen. Am Anfang war ich mir nicht sicher, aber nun kann ich es mit Sicherheit behaupten, dass es nicht der Darm war, sondern das Baby. Und mittlerweile hat der junge Mann auch schon so eine Kraft, dass es oft sehr unangenehm ist. Aber jedes Mal dann eben doch wieder das pure Glück. Oft schlafen ist leider nicht angesagt, der Kleine geht von einem Tanzball zum Anderen. Ich hoffe er holt den Schlaf dann nach, sobald er auf der Welt ist…

Fix und fertig

Heute haben wir alles fertig gemacht, damit der kleine Mann bei uns einziehen kann. Auch wenn wir noch 3 Monate Zeit haben, ich bin mir noch nicht sicher, wie ich mich in 4 Wochen überhaupt noch bewegen kann. Somit war es mir wichtig, dass alles frühzeitig seinen Platz hat und fertig zur Benutzung ist. Somit sind schon mal ein paar Dinge weniger auf meiner To do Liste.

Die Vorfreude ist groß

In den letzten Tagen kommt mir immer öfter der Gedanke, wie die Geburt wohl verlaufen wird, wie der kleine Mann aussieht und wie das Leben mit zwei Kindern wohl sein wird. Werde ich meine Rolle als Zweifach-Jungen-Mama gut machen und jedem gerecht werden? Den Jungs, meinem Freund und mir selbst? Kann man es überhaupt richtig machen oder gehören Fehler in der Erziehung eigentlich dazu? Wie geht man mit den ganzen Menschen um , die denken ein Mitspracherecht in der Erziehung zu haben? Was muss wirklich sein? Müssen wir überhaupt irgendwas oder sollten wir nicht alles wollen, was wir machen? Viele Gedanke, ein wenig wirr in meinem Kopf. Der Ein oder Andere wird sich automatisch klären, andere sollten hinfragt und ausgeleuchtet werden.

Damit und mit Schwangerschafts-Yoga, viel Zeit mit Junior, Spaziergängen, Geburtstvorbereitung, Schwimmen, noch einige Beiträge schreiben, nähen, viel lesen und vor allem Bauch streicheln und schauen, dass es Junior Junior und mir gut geht, werde ich die Zeit bis zur Geburt verbringen. Keine guten Vorsätze für das neue Jahr, einfach nur jeden Tag leben und alles auf mich zukommen lassen. Ach ja und ganz nebenbei das Glück, ein Kind im Bauch und eins auf dem Arm zu tragen noch viel viel mehr zu genießen.

In diesem Sinne euch allen  noch ein frohes Neues, nehmt euch nicht so viel vor!

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