Ein Hausbett soll es sein,
die Geschichte vom neuen Bett

Junior hat ein neues Bett bekommen. Natürlich nicht irgendein Bett, ein mega großes Hausbett mit den Maßen 90×200 cm. Ja, Junior ist erst 1,5 Jahre und der Ein oder Andere fragt sich jetzt, warum er dann jetzt schon ein so großes Bett braucht. Ganz einfach: Wir sind sehr pragmatisch und denken an die Zukunft und unseren Geldbeutel. Da wir in 3 Jahren, wenn er groß und alt genug für ein so großes Bett ist, nicht nochmal Eins kaufen wollen, hat er es eben nun schon bekommen. Ist alles ja nur reine Gewöhnungssache, sollte man meinen.

Ein Hausbett soll es sein

Warum er überhaupt ein neues Bett gebraucht hat, ist recht einfach erklärt: Das Gitterbett ist jeweils an den Längsseiten gebrochen und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es komplett auseinander fällt. Also habe ich mich in den Tiefen und Weiten von Google auf die Suche nach einem neuen Kinderbett gemacht. Wichtig war mir, dass es stabil ist, nicht hoch, damit falls er mal rausfällt es nicht so weh tut und nichts passieren kann, schön aussieht natürlich und einen preislichen Rahmen hat, den ich für bezahlbar halte. Auf vielen Bildern von Kinderzimmereinrichtungen hatte ich Betten schon gesehen, die wie ein Haus aussehen. Sie haben mir auf Anhieb gut gefallen. Nach weiteren Recherchen konnte ich an alle mir wichtigen Punkte einen Haken machen und kurze Zeit später hat sich das weiße Hausbett in meinem ebay Warenkorb befunden.

Geliefert wurde es zwei Wochen nach Bestellung. Voller Vorfreude haben Junior und ich es am nächsten Tag aufgepackt und wollten es Mittags zusammen aufbauen. Der Aufbau endete darin, dass gerade mal das Dach fertig war, Junior und ich völlig entnervt und zumindest ich den Tränen nahe. Eigentlich bin ich recht gut im Möbel zusammenbauen. Mein Talent ist aber wohl nicht auf Hausbetten ausgelegt. Also musste der Papa am nächsten Tag ran. Der hat auch ganz schön lange im Kinderzimmer gewerkelt. Um 11:45 Uhr war es dann soweit, dass Bett stand und konnte mit Matratze, Kissen, Kuscheltieren, einer XXL-Bettrolle (die ich im Übrigen selbst genäht habe) und einer Decke gefüllt werden. Pünktlich zum Mittagschlaf.

Schlafen war doch mal so einfach

Wir haben mit Junior ja einen sehr guten Schläfer erwischt. In der Regel legt man ihn hin und hört dann nichts mehr. Man muss auch nicht am Bettchen stehen und warten bis er eingeschlafen ist. Kurz kuscheln, ins Bett legen, eine Gute-Nachtflasche, ein Gedicht und ab ins Traumland. Manchmal hört man ihn noch eine Weile, da er seinen Kuscheltieren erzählen muss, was er an dem Tag alles erlebt hat. Aber auch da geht ihm irgendwann mal die Puste aus und er schläft von alleine ein. Natürlich, nicht dass hier gleich einige neidisch zu schreien anfangen, haben wir auch schlechte Nächte. Auch so richtig beschissene. Aber das ist eben nicht die Regel. Und das weiß ich mehr als zu schätzen.

Aller Anfang ist schwer

Dass die Umgewöhnung ins große Bett, mit dem Wissen auf einen Schlag die absolute Freiheit gewonnen zu haben, nicht so einfach wird, war mir eigentlich klar. Beim ersten Mittagschlaf saß ich eine geschlagene Stunde neben seinem Bett und habe zugeschaut wie er ungefähr hundert Mal ins Bett geklettert ist und hundert Mal auch wieder raus. Einmal ab in den Flur die Lage checken, wieder zurück ins Zimmer, eine Weile neben Mama auf dem Boden sitzen und wieder ab ins Bett zum Chillen. Und dann das Spiel wieder von vorne. Junior hat sich direkt in sein Bett verliebt und vorallem in die Möglichkeiten, dass es ihm bietet. Irgendwann hat er es dann eingesehen, wohl auch durch die immer strenger und genervter werdende Stimmlage von mir, dass er vielleicht einfach mal liegen bleiben sollte. Und offensichtlich war er durch seine Touren dann auch so müde, dass er einfach ganz selig eingeschlafen ist! Juhu. Ich war ein paar Nerven leichter nach diesem Event, aber auch froh.

Das Selbe gleich nochmal

Als ich abends dann wieder an seinem Bett saß, kam es mir vor, als ob es eben erst war, dass ich ihn zum Mittagschlaf hingelegt habe. Das Spiel hat sich exakt wiederholt. Allerdings wurde ich abends schon nach 30 Minunten leicht nervös. Ich bin es doch einfach gewöhnt, dass er ohne Murren ins Bett geht und es für mich absolut kein Stress ist. Das allerdings ist für mich Stress. Natürlich tauchten postwendend Fragen wie: Ist es doch noch zu früh? Wäre ein neues Gitterbett nicht doch besser gewesen? auf. Nachdem wir allerdings die Nacht kein einziges Mal aufstehen mussten, da er durchgeschlafen hat, wusste ich, dass es die richtige Entscheidung war. Ich habe zwar am Morgen, als er dann plötzlich vor unserem Bett stande, fast einen Herzinfarkt erlitten, wusste aber danach trotzdem, dass es richtig war.

Wieder mal alles richtig gemacht mit unserem Hausbett

Natürlich wird es noch eine zeitlang brauchen, bis wir auch hier wieder einen normalen Einschlafrhythmus haben. Bis dahin wechseln wir einfach mit der Einschlafwache ab, dann bin ich auch nicht ganz so schnell so viele Nerven ärmer. Und am Ende haben wir dann viel gewonnen, da wir es hinter uns haben. Junior kann nachts zu uns kommen, wenn es ihm nicht gut geht, wir können uns zu ihm legen, wenn er krank ist und er hat ein wunderschönes neues Bett, in dem es sich wohl super schläft.

Hier noch ein paar Tipps, damit die Umgewöhnung auch bei euch klappt:

  • Richtet das Bett schön her: mit den Lieblingskuscheltieren, ein paar schönen, kuschligen Kissen, einer großen Decke.
  • Habt viel Geduld mit euren Kinder. Für sie ist es eine ganz neue Situation. Eventuell fanden sie die Eingrenzung durch die Gitter recht wohltuend, vielleicht hängen sie noch am alten Bett. Sie müssen die neue Situation erstmal einordnen, alles ausprobieren, sie sind neugierig.
  • Habt noch mehr Geduld mit euch selbst: Wenn ihr es, wie ich, gewohnt seid, keine Probleme beim Einschlafen des Kindes zu haben, dann wird es erstmal schwierig werden. Aber sagt euch immer: Es ist nur eine Phase, etwas Neues und Neues braucht seine Zeit um zu funktionieren. Immer wieder schön durchatmen, wenn das Kind mal wieder rausrennt. Ein, aus, Ein, aus….
  • Macht die Umgebung sicher. Legt Decken oder Felle vors Bett, falls die Kleinen mal rausfallen sollten. Schaut, dass der Weg ins Elternschlafzimmer frei ist und nichts im Weg steht. Sichert Gefahrenstellen ausreichend ab. Dann passiert dem Kind bei nächtlichen Wanderschaften nichts und ihr könnt beruhigt schlafen.
  • Setzt euch in Ruhe zusammen mit eurem Kind ins neue Bett und erklärt ihm/ihr, dass das absofort der Schlafplatz, die kleine Traumwelt ist. Dass ein neuer Abschnitt beginnt, es nun schon groß und alt genung für ein neues Bett ist. (Beim Junior mit 1,5 Jahren war das natürlich nicht so relevant, gemacht habe ich es trotzdem und ich hatte auch das Gefühl, dass er zumindest eine Teil davon verstanden hat)
Wir sind jedenfalls sehr glücklich mit unserer Entscheidung und unserem neuen Hausbett. Es gehört quasi schon zur Familie 😉

1 Comment

  1. Charli Snackers

    30. Juli 2018 at 16:59

    Darf ich fragen wo Sie das Bett gekauft haben und ob sie zufrieden sind mit qualität?

    Danke,
    Charli

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