#Muttertagswunsch, was wünscht ihr euch so?

„Am 14. Mai ist Muttertag. Seit Wochen ist das Mail- und Spam-Postfach voll mit Basteltipps und Wellness-Angeboten, in den Supermärkten locken Pralinendisplays und die Blumenläden laufen langsam zur Hochform auf. Die Kinder werden in den Kitas, Schulen und Horten zum Basteln niedlicher Dankes- und Liebeskärtchen für die Mama animiert. Und überall Bilder von glücklichen Müttern im Kreise der Familie, umringt von glücklichen Kindern und liebenden Gatten.

Am 25. Mai ist Vatertag. Da ziehen die Männer mit Bollerwagen und einer Kiste Bier im Kreise ihrer Lieben durch die Gegend: mit ihren Kumpels. Zum Vatertag wird nicht gebastelt und geschenkt, wird nicht gedankt und entspannt, es wird gesoffen.

So wie Muttertag und der Vatertag aktuell „gefeiert“ werden, zementieren sie die Geschlechterklischees, dass es einem schlecht werden könnte: Die Mütter werden auf die Familie und ihre Arbeit im Haushalt reduziert, die Väter auf Sauftouren unter Männern. Familie in Deutschland 2017, herzlichen Glückwunsch!“

#Muttertagswunsch

Diese Worte stammen von Mutterseelesonnig und leiten ihren Beitrag zum Thema #Muttertagswunsch ein. Da ich sie besser nicht schreiben könnte, habe ich sie einfach zitiert. #Muttertagswunsch ist eine Aktion, die im Jahr 2016 gestartet wurde. Mutterseelesonnig, Mama arbeitet und  family unplugged haben sich mit FrauTV zusammen getan und Mütter und Väter dazu aufgerufen, unter dem Hashtag #Muttertagswunsch ihre Forderungen für Familien zu posten. Diese Aktion ist auch dieses Jahr am Start und deshalb möchte ich hier und heute meine Muttertagswünsche formulieren. Natürlich werde ich diese auch fleißig posten, damit die Welt noch ein klein wenig besser gemacht werden kann. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass sie für Familien in Deutschland so schlecht gar nicht ist. So zumindest mein Empfinden.

Ich wünsche mir:
  • Mehr Akzeptanz und Unterstützung von Arbeitgebern, wenn Papas in Elternzeit gehen.
  • Mehr Erzieher und vor allem auch die Anerkennung und Akzeptanz von Männern in diesem Beruf.
  • Dass keine Kinder mehr im Heim und ohne Familie aufwachsen müssen.
  • Mehr Toleranz gegenüber nicht traditionellen Familienmodellen bzw. allen Formen von Familie.
  • In allen Restaurants Kinderstühle oder ein großes Schild am Eingang, dass klar zeigt „Kinder sind hier nicht erwünscht“.
  • Einen Kaffee im Bett, kuscheln und einen dicken fetten Kuss von meinem Sohn.
Für einige meiner Wünsche braucht es keine politische Entscheidung oder grundlegende Änderungen. Dafür braucht es nur Menschen, die andere Menschen achten und sie so respektieren und akzeptieren wie sie sind. Das wünsche ich mir von der Welt und jedem einzelnen Menschen!

Grundsätzlich glaube ich, dass wir vielleicht auch ein wenig mehr mit dem zufrieden sein sollten, was wir haben (Mich in dem wir eingeschlossen). Denn schließlich bekommen nicht alle Mamas auf der Welt Elterngeld, Elternzeit oder Mutterschutz. Vielleicht sollten wir nicht nur darüber nachdenken was uns fehlt, sondern vor allem auch was wir alles haben. Und ich für meinen Teil habe dass, was ich mir schon immer gewünscht habe: ein gesundes, wundervolles Kind (zumindest meistens), einen liebevollen Papa dazu und Eltern und einen Bruder die mich lieben wie ich bin (zumindest auch meistens). Was will man denn bitteschön mehr?

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